Hochaltar in St. Dominikus

Hochaltar in St. Dominikus

Die Odyssee eines Heiligen - Die wechselvolle Geschichte eines Hochaltars: 1869 in Wien für eine Düsseldorfer Kirche entworfen, 1910 in Erkelenz für eine Berliner Kirche gefertigt, 1938 in Vechta zwischengelagert, kam der prachtvolle Altar 1940 nach Meckinghoven. Seitdem ziert er die St.-Dominikus-Kirche.

Sie sind fasziniert von der bewegten Geschichte des Meckinghover Hochaltars (v.li.): Bruno Funcke, Gertrud Ritter (Ehrenvorsitzende des Heimatvereins), Joachim Lux (Küster) sowie Maria Huxel und Theo Beckmann vom Vorstand des Heimatvereins. Foto: Andreas Kalthoff

„Der Altar hat eine richtige Odyssee hinter sich“, sagt Theo Beckmann, Vorsitzender des Heimatvereins. Pünktlich zum „75-Jährigen“ – die erste Meckinghover Messe unter dem Altar fand Pfingsten 1940 statt – hat Beckmann ein Heft über die Entstehungsgeschichte des Kunstwerkes herausgebracht.

Dombaumeister Friedrich von Schmid hat im 19. Jahrhundert den mit zwei für die Dominikaner wichtigen Heiligen – Petrus, dem Märtyrer und dem Hl. Johannes von Köln – versehenen Altar entworfen. Aber erst gut 40 Jahre später hat der Bildhauer Peter Tillmanns das aus Linden- und Eichenholz bestehende Kunstwerk für die Kirche Maria-Viktoria in Berlin gefertigt.

Die Kirche wurde durch den U-Bahn-Bau beschädigt, abgebaut und sollte in Vechta wieder aufgebaut werden. Dazu kam es nicht, weil die Nazis die dortige Dominikaner-Niederlassung für ihre Zwecke konfiszierten.

In Meckinghoven hatte die 1907 eingeweihte St.-Dominikus-Kirche seit 1935 einen noch leeren Chorraum. Um die passende Inneneinrichtung aus Vechta zu transportieren, stellte der Meckinghover Bauunternehmer Josef Zabel seine Lkw zur Verfügung.

Seitdem steht der wertvolle neugotische Hochaltar in St. Dominikus und ist durch eine Alarmanlage gesichert. Viele Brautpaare aus der ganzen Region haben sich vor dem prachtvollen Altar das Jawort gegeben. Besonders in der Zeit von Dominikaner-Pater Reinhard Schwöppe, der von 1953 bis 1989 die Meckinghover Gemeinde betreute. „In einem Jahr gab’s 300 Hochzeiten in St. Dominikus“, erinnert sich Bruno Funcke, der einen Teil der Altar-Geschichte recherchiert hat.

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