Von Niedergang keine Spur

Von Niedergang keine Spur

Dr. Vesper spricht mit der Zabel-Stiftung über eine starke undlenedige Kirche

Die Geschwister-Zabel-Stiftung hatte den Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Dr. Stefan Vesper, zu Gast. Der hielt einen Vortrag zum Thema „Kirche ist mehr als die Summe ihrer Defizite“ im Saal des Restaurants „Haus Dieckmann“.
Professor Dr. Maria Zabel vom Vorstand der Geschwister-Zabel-Stiftung ist für ihre flotten Sprüche bekannt. Und einen von ihnen erntete Dr. Stefan Vesper gleich zur Begrüßung. „Ich sorge heute dafür, dass Sie nicht den Kontakt zur Basis verlieren und nur für die hohen Ränge zuständig sind.“ Der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken lachte herzlich und widersprach sofort. Er suche alle 14 Tage den Kontakt zur Basis. Jetzt hielt er vor gut 50 Zuhörern einen Vortrag zum Thema „Kirche ist mehr als die Summe ihrer Defizite“. So sei die katholische Kirche noch lange nicht abgeschrieben, noch immer füllten mehr Menschen die Gotteshäuser, als Ränge in Fußballstadien. Er betonte jedoch auch, dass nicht nur die Kirchenoberhäupter dafür zuständig seien, die Kirche mit Leben zu füllen. Die Gläubigen sollten sich ebenfalls in dieser Verantwortung sehen, denn Kirche sei ein lebendiges Zeugnis für eine starke Gemeinschaft. Vesper räumte jedoch Fehler im katholischen Kirchensystem ein. „Der Missbrauchsskandal und die Verschwendungssucht des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst haben uns viel Kredit gekostet.“ Die Stressthemen sind von der Bischofskonferenz aufgearbeitet worden, es soll jetzt mehr Klarheit und Wahrheit für die Öffentlichkeit geben. So wurden neue Finanzstrukturen geschaffen und jeder aufgedeckte Missbrauchsskandal wird öffentlich verhandelt. Vom Papst Franziskus, der sich unüberhörbar für eine synodale Kirche einsetze, erhielte man viel Rückenwind. „Gemeinsam reden und entscheiden“, so der Tenor. Vesper betonte immer wieder, dass die katholische Kirche sich nicht im Niedergang befindet. Sie müsste nur wieder mehr auf die Fragen der Menschen eingehen. Gerade in der Hektik der Zeit findet jeder Gläubige Tiefe in seiner Verbindung zur Kirche. Ein Hauptziel für den Generalsekretär ist es, die christlichen Feiertage wieder mit mehr Inhalt zu füllen. Dazu gehört für ihn, dass in diesem Jahr, am Heiligen Abend, der auf einen Sonntag fällt, alle Geschäfte geschlossen bleiben. Es freut ihn, dass der Einzelhandel dem zustimmt. Vesper erhielt viel Applaus für seinen Vortrag.

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